Lech gründet erneuerbare Energiegemeinschaft
Das Kleinwasserkraftwerk Zürsbach ist ein Eckpfeiler der neuen EEG in Lech.
Foto: Gemeinde Lech
Mit der Schaffung einer erneuerbaren Energiegemeinschaft (EEG) geht die Gemeinde Lech nun einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Anfang März wurde die Gründung der „Energiegemeinschaft Arlberg-Klostertal eGen“ in der Gemeindevertretung beschlossen, die Unterzeichnung des Genossenschaftsvertrags wird zeitnah erfolgen.
Bereits seit der Inbetriebnahme des Kleinwasserkraftwerks Zürsbach vor zwei Jahren gibt es Überlegungen, eine EEG zu gründen. Mit einer Turbinenleistung von 2.000 kW und einem Regelarbeitsvermögen von rund sechs bis sieben Millionen kWh liefert das Kraftwerk beachtliche Energieerträge und wird zum Eckpfeiler der Energiegemeinschaft Arlberg- Klostertal eGen. Als weitere Energielieferanten beziehungsweise Strom-abnehmer innerhalb der EEG sind die Bioheizwerke, die Gemeindegebäude sowie einzelne Privathaushalte und Betriebe im Ort vorgesehen. Damit ist der Mitgliederkreis zu Beginn noch sehr klein, da zunächst Erfahrungen in der Abwicklung gesammelt werden sollen. In weiterer Folge soll die Energiegemeinschaft wachsen. Durch den gemeinschaftlichen Stromhandel profitieren die Mitglieder einer EEG von günstigeren Preisen im Vergleich zum allgemeinen Markt, während gleichzeitig die Abhängigkeit von Großhandelspreisen reduziert wird. Zwar kann die Energiegemeinschaft Arlberg-Klostertal eGen nicht den gesamten Energiebedarf der Gemeinde decken, doch sie trägt dazu bei, den externen Stromzukauf zu verringern. (pd)
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